Tobias „Tobs“ Prüwer trainiert seit mehr als zehn Jahren historisches Fechten.
Das entdeckte er mit einem Kampfkunsthintergrund aus vielen Judo- und Karate-Jahren und einen Umweg über Mittelaltermarkt-Schaukampf recht spät für sich. Dafür widmet es sich diesem heute umso intensiver in der Stahlakademie.
Neben dem Langen Schwert begeistert er sich vor allem für die Halbe Stange, ist jedoch auch dem Schwert- und Buckler-Fechten und dem großen Schlachtschwert zugeneigt.
Im richtigen Leben ist der studierte Historiker Journalist und Buchautor; manchmal gelingt es ihm, beide Welten zu verbinden.
Zuletzt veröffentlichte er das Buch "Fight Club - eine Philosophie des Schwertkampfs" (Pardons Verlag).
Feinmotorik beim Waffenführen: Oft sind es die kleinen Dinge. In unserem Fall betrachten wir kleine Bewegungen mit großer Wirkung.
Der Workshop lenkt den Blick auf die Rolle, welche Hände und Finger bei der Waffenführung spielen. Oft verhindert ein zu fester Griff die effektivste Bewegung.
Werden die Finger auf richtige Weise eingesetzt – im rechten Moment lose oder angespannt –, tragen sie zu besserer Kraftübertragung der Waffe beim Impact bei oder zu einer runderen und müheloserer Waffenführung, beispielsweise, weil die Schwerkraft ausgenutzt wird.
Der Workshop konzentriert sich waffenübergreifend auf die Feinmotorik der Handarbeit. Beispiele für Dolch, Schwert & Buckler, Langschwert, Messer, Stange und Montante gehen wir durch – je nachdem, welche Waffen mitgebracht werden. Wir werden sehen, dass sich einige Kniffe waffenübergreifend funktionieren.
Der Workshop richtet sich an fortgeschrittene FechterInnen, die ihre Waffe(n) bereits zu führen wissen. Die Beispiele werden Techniken wie Krumphau, Aufstreichen, Überfahren, Durchwechseln, Hängen, Winden, Ausschlagen, Schnappen, Zucken umfassen.
Die müssen Teilnehmende nicht alle beherrschen. Wer keinen dieser Namen kennt, sollte sich einem anderen Kurs zuwenden. Denn statt diese grundlegend zu erklären, soll an der grobmotorischen Beherrschung angesetzt und diese verfeinert werden.
So lernt Ihr Eure Waffe und Körper besser kennen, die Physik – und obendrein mehr Eleganz.